Verantwortung fürs Leben

Wie sieht das bei Ihnen aus?
Wie fühlt es sich an?
Sie sind bereits erwachsen?
Was heißt das denn überhaupt?
Womit verbinden Sie „erwachsen sein“?
Ernsthaftigkeit, berufliche Verantwortung übernehmen, Kinder erziehen, keine Albernheiten mehr …. Tja, was ist das?
Sie stehen mit beiden Beinen fest im Leben? Oder ist es mehr ein Gefühl von „durchs Leben getrieben“ oder „gezerrt“ zu werden?
Sie wissen genau was Sie wollen? Also nicht nur den nächsten Karriereschritt, die nächste Anschaffung oder den nächsten Urlaub. So richtig.
Welche Vorstellung haben Sie von Ihrem Leben in 10 oder 20 Jahren?
Wie stellen Sie sich Ihr Leben vor, wenn Sie nicht mehr arbeiten?
Was machen Sie? Wie gesund und aktiv wollen Sie sein? Mit wem werden Sie Ihre Zeit verbringen?

Sind das Fragen, über die Sie sich mal konkret Gedanken gemacht haben? Also wirklich konkret. Das heißt: aufgeschrieben, überlegt was in Ihrem Leben auf dem Weg zu welchem Zeitpunkt in etwa zu gestalten ist, wie Ihre Lebensweise jetzt und in den kommenden Jahren sein müsste, um den gewünschten Gesundheitszustand und Rahmen dann auch so zu erleben?

Genau, widersprechen Sie ruhig. Denn recht haben Sie damit. Schon Graf Moltke wusste: "Kein Plan überlebt das erste Gefecht." Also, welchen Sinn hat es dann, sich dies so genau auszumalen und den dazugehörigen Weg festzulegen?
Nun das Ergebnisbild ist wie ein Orientierungspunkt. Wenn es wirklich erstrebenswert und wichtig für Sie ist, macht es doch Sinn ungefähr zu wissen, ob das womit Sie sich gerade beschäftigen auch auf diese Ergebnis einzahlt oder der Weg den Sie gerade beschreiten grob in die richtige Richtung geht. Dazu gehören ein paar Wegpunkte, die Sie als eine Idee von Zwischenzielen verstehen dürfen.

Natürlich dürfen Sie sich alle Freiheiten erlauben, auch neben Ihrem Weg nach interessanten Inspirationen Ausschau zu halten und mal den ein oder anderen Abstecher zu machen. Bisweilen erkennen wir erst auf dem Weg, der uns zu unserem Ergebnis führen soll, dass, je näher wir kommen, das Ziel gar nicht so erstrebenswert ist. Doch da, auf diesem anderen Weg, was zeigt sich da? Könnte das vielleicht ...?
Ich kann es Ihnen nicht sagen. Doch möglicherweise erlauben Sie sich nun, doch einmal etwas genauer darüber nachzudenken, was für Sie wirklich erstrebenswert ist.

Könnte erwachsen sein, vielleicht so eine Definition haben?
Bewahre dir die kindliche Freude und Neugier am Entdecken und Lernen.
Stelle die Dinge in Frage, bewahre das Nützliche und entwickle Neues.
Sei albern, ausgelassen und hab Spaß so viel wie möglich.
Sei ansteckend darin und bereite auch anderen Spaß und Freude.
Erlaube Dir und pflege das Gefühl von Leichtigkeit.
Gehe achtsam, respektvoll und wertschätzend mit Dir und anderen um.
Vor allem: Übernimm die volle Verantwortung für Dein Leben, im Denken, im Fühlen und im Handeln.
Und strebe danach, die Welt für Dich, Deine Mitmenschen und für alle die nach Dir kommen werden ein Stückchen besser und lebenswerter zu machen, als Du sie betreten hast.

Was bräuchten wir dafür?
Entwickeln und stärken Sie Ihr Selbstvertrauen und Ihre Fähigkeiten so, dass Sie sich schnell auf neue Situationen einstellen und aus der Ruhe des Gestes die passenden Entscheidungen treffen können.

Zu viele Menschen haben es sich scheinbar bequem eingerichtet. Sie sind Bewohner oder Passagier anstatt Architekt oder Pilot ihres Lebens. Sie konsumieren ohne zu gestalten. Sie haben sich mit ihrer Rolle als Schuldzuweiser, Jammerer oder ständiges Opfer abgefunden. Darin klagt es sich so schön, dass es den anderen doch so viel besser geht, dass diese alles hätten, was ihnen doch auch zusteht.
Die meisten Menschen wollen gerne etwas Besonderes sein oder können, doch sie wollen nicht den Weg gehen es auch zu werden.
Sei der Gestalter in Deinem Leben, nutze Deine schöpferische Kraft.

Vor langer Zeit hat mir eine Lehrtrainerin folgende Erkenntnis vermittelt:
Du hast immer drei Möglichkeiten, wenn dir etwa nicht gefällt:
- Ändere die Situation
- Ändere dich, dein Denken, deine Einstellung, dein Verhalten
- Akzeptiere die Situation wie sie ist
Aus allen drei Positionen heraus kannst du neu denken und die nächsten Schritte einleiten.

Damals antwortete ich, es gibt noch eine vierte Möglichkeit: Verlasse die Situation
Ja, das wäre in Ordnung, erwiderte sie, doch nur solange es mit „Ändere dich“ einhergeht. Zu oft ist es nämlich lediglich eine Flucht vor etwas Unbequemen, bei dem es auch mit Möglichkeit 1 oder 2 direkt funktioniert hätte. So ist es nur ein „weg von“ ohne eine konkrete Zielvorstellung von „wie genau soll anders aussehen“ und "was mache ich beim nächsten Mal in einer vergleichbaren Situation?".
Denn so eine vergleichbare Situation lässt nicht lange auf sich warten und noch immer fehlt die erforderliche Lösungskompetenz.

Orientierung, Natur, Kompass, Wachstum

Schaffe Dir die erforderlichen Kompetenzen im Denken und Handeln!

Pflege sie und entwickle sie stets weiter!

Achte auf die Stimme Deines Herzens!

Bewahre Dir die Liebe zu Dir, den Menschen und der Natur!

Sei achtsam zu Dir und mit Deinen Mitmenschen!

Bewahre Dir den Respekt vor Dir und respektiere andere sowie die Natur!

Wer noch grün ist, kann wachsen.
Wer sich bereits reif denkt, beginnt schon zu faulen.
                                                    René Borbonus