Energiediebe

In allen Religionen finden sich Geschichten und Hinweise auf einen verantwortungsvollen Umgang mit sich und mit anderen. Natürlich hat auch der große spirituelle Führer Dalai Lama solche „Energiediebe“ definiert.
Nachstehend eine Zusammenstellung aus Religionen, Psychologie und Neurowissenschaften von einigen solcher Dieben. Jeder sollte diese kennen. Nur dann hat man die Möglichkeit, die eigene Energie besser zu beherrschen und zu nutzen, ohne dass es dabei zu Störungen kommt, die dies verhindern könnten.

Energiediebe, Blockade, Druck

Entferne Dich von negativen Menschen

Vermeide Personen, die nur Beschwerden, Probleme, desaströse Geschichten, Angst und Vorurteile mit dir teilen möchten. Wenn jemand einen Eimer sucht, um seinen Müll zu beseitigen, sieh dich vor, dass dies nicht dein Geist ist. 
Wir alle sind fähig zu urteilen, welche Personen in unserem Leben positive Dinge beisteuern und welche nur verhindern möchten, dass wir uns entfalten können. Sage dem anderen auch durchaus höflich, aber deutlich: "Dafür stehe ich im Moment nicht zur Verfügung. Entschuldige mich bitte." Dreh' dich um und geh'!
Siehe auch: Leben entgiften


Denke positiv

Nur mit positiven Gedanken lässt sich auch Positives erschaffen.
Das bedeutet nicht alles rosa zu färben oder schön zu reden. Es bedeutet auch nicht, keine negativen Gedanken zu haben. Das ginge auch gar nicht.
Positiv zu denken bedeutet, den negativen Dingen nicht unnötig Raum zu geben, ihnen Aufmerksamkeit zu schenken oder gar in ihnen zu verharren. Dennoch gilt es auch die Dinge abzuwägen und mögliche Risiken zu benennen. Diese dann aber nicht zu dämonisieren, sondern mit Fokus auf eine Lösung zu denken und somit weg vom Problem.
Es bedeutet aber auch, mit sich selbst in seinen Gedanken liebe- und respektvoll umzugehen. Sich  und seine Leistung anzuerkennen anstatt sich innerlich selbst zu zerfleischen. Die Art unseres inneren Dialogs wirkt sich stark auf unsere Leistungs- und Erfolgsfähigkeit aus.
Positives Denken hilft insgesamt, die Lebensgeister zu wecken und Kreativität zu entfalten. In dieser Haltung spürst Du automatisch eine förderliche und belebende Energie.


Gebe den wichtigen Dingen Raum

Wenn Du es zulässt, dass sich zuerst alle Nebensächlichkeiten in Deinem Leben ausbreiten und allen Platz belegen, wirst Du weder Zeit noch Energie finden, dich mit deinen (lebens-) wichtigen Themen zu beschäftigen.
Priorisiere deine Themen. Sorge dafür, dass die wichtigen Themen zuerst ihre festen Plätze bekommen. Verteidige diese Zeiten, sie sind dein Energietank. Terminiere um sie herum die (lästigen) "Muss halt auch sein"-Tätigkeiten und lasse noch etwas Platz für Unvorhergesehenes. Dies kann für etwas Erfreuliches sein (Freunde kündigen sich spontan an) oder eine Pflichtübung (den platten Fahrradreifen reparieren).


Lerne Nein zu sagen

Die fehlende Abgrenzung zu Anliegen, für die wir keine Zeit oder auch kein Interesse haben, sind die größten Zeit- und Energiediebe. Daher verhindere diese so weit wie möglich. Belasse oder übertrage jene Arbeiten auf andere. Verwende deine Zeit, für Dinge, die dir Freude bereiten.
Es hat nichts damit zu tun, Verantwortungen auszuweichen. Es geht darum, sich bewusst zu sein, dass es meist besser ist, die Arbeit jemand anderem zu überlassen, der diese besser kann. Ebenso gilt es sie abzulehnen, wenn du dich nicht in der Lage fühlst, diese auszuführen. Mit falsch verstandener Nettigkeit oder Höflichkeit ist niemandem gedient. Denke daran, den wichtigen Dingen in deinem Leben Raum zu geben.


Begleiche deine Rechnungen pünktlich

Es gibt nichts besseres als die Ruhe zu wissen, dass wir niemandem etwas schulden und auch uns niemand etwas schuldet. Ein ruhiges Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen.
Begleiche deine Rechnungen pünktlich. Verlange aber gleichzeitig auch dein Geld zurück von denen, die dir etwas schulden. Solltest du einmal erkennen, dass dies unmöglich ist, so lasse jene gehen und lerne daraus.
Ein verantwortungsvoller Umgang mit Schulden schenkt uns ein ruhiges Gewissen vor anderen und auch vor uns selbst. Es ist besser, alles zu tun, um uns von Schulden zu befreien und uns nicht – aus Scham nicht bezahlt zu haben – verstecken zu müssen.


Erfülle deine Versprechungen

Das Einhalten von Versprechungen ist ein Zeichen von Verlässlichkeit und Wertschätzung anderen gegenüber. Wenn du diese nicht erfüllt hast, ist es hilfreich dich zu fragen, warum du es nicht getan hast. Hast Du es "nur" vergessen, war es dir eigentlich gar nicht so wichtig oder ernst oder (ver-) weigerst du dich bewusst?
Natürlich hast Du immer das Recht, deine Meinung zu ändern. Du kannst dann um Entschuldigung bitten, neu verhandeln oder du bietest eine Entschädigung oder Alternative an. All dies sollte jedoch nicht zur Gewohnheit werden. Die einfachste Möglichkeit, unhaltbare Versprechen zu vermeiden, hatten wir schon angesprochen: Es ist von Anfang an NEIN zu sagen, wenn dir etwas nicht zusagt.
Dabei spielt es keine Rolle, wie noch so klein das Versprechen in deinen Augen scheint, für für die andere Person kann dies einen großen Wert haben.
Wie sieht es für dich selbst aus? Erfüllst Du die Versprechungen, die Du Dir selbst gibst? Bist Du es Dir selbst wert, Deine Versprechen zu halten?
Versprechungen zu erfüllen macht uns zu besseren Personen, sowohl auf persönlicher als auch auf beruflicher Ebene.


Ruhe dich aus und handle

Erlaube dir, dich zu erholen, wenn du es nötig hast und erlaube dir, zu handeln wenn du die Möglichkeit hast.
Wir sind keine Maschinen. Unsere Dauer-Leistungsfähigkeit hat Grenzen. Eine biologische Lebensform, ob Pflanze, Tier oder Mensch zeichnet sich dadurch aus, das sein Leben jeden Tag einem unter-schiedlichen Rhythmus folgt. Es liegt in unserer Verantwortung, auf diesen Rhythmus zu achten. Jeder von uns muss selbst wissen, wie er damit umzugehen hat. Nur sollten wir uns auch immer der Konsequenzen bewusst sein. Aus dem Reflex heraus, aus der Unruhe oder unter Druck werden deine Handlungen eine andere Qualität haben.
Oft ist es ein Fehler, nicht inne zuhalten, wenn dies notwendig ist oder nicht zu handeln, wenn sich die Gelegenheit bietet. Meist wird man dies danach bereuen.


Loslassen, aufräumen und organisieren

Nur Kleingeister brauchen Ordnung, Genies überblicken das Chaos.
Ein gerne missbrauchtes Zitat, wenn es darum geht, die eigene Unordnung (nicht nur auf dem Schreibtisch) zu rechtfertigen. Doch es ist längst wissenschaftlich nachgewiesen, nichts erfordert so viel Energie wie ein unordentlicher Schreibtisch oder Raum voller Dinge aus der Vergangenheit, die du nicht mehr benötigst.
Das hat auch mit Loslassen zu tun. Daher räume auf, werfe weg und organisiere dich.
Das gilt sowohl für Greifbares als auch für Spirituelles. Auch in unserem Kopf müssen wir regelmäßig aufräumen und Ordnung schaffen. Anderenfalls haben wir so viele Gedanken in uns herumschwirren, die ein Eigenleben entwickeln. Dann denken nicht mehr wir sonder die Gedanken fangen an uns zu denken. Sie sind permanent präsent und hindern uns daran selbst einen klaren, bewussten Gedanken zu fassen und diesen weiterzudenken. Das kostet Kraft und Energie. Immer wieder neu anzusetzen und doch wieder weggestoßen zu werden.
Erkenne für dich, wie wichtig es ist, jene Dinge zu beseitigen und zurückzulassen, die der Vergangenheit angehören. Nimm nur jene mit, die dir erlauben dich zu organisieren, um gut in der Gegenwart zu leben und deine zukünftigen Träume zu erfüllen.


Lass Perfektionismus sein

Perfektionismus ist bestens geeignet, um fehlerlos unterzugehen.
Du kannst nicht in allen Dingen ein perfektes Ergebnis abliefern. Zu viele Menschen kämpfen heute mit der sogenannten Work-Life-Balance. Sie wollen in allen Bereichen möglichst optimale Resultate haben. Gute Leistung in der Arbeit, anerkannt beim Chef, keine Fehler machen, beliebt im Kollegenkreis, die Familie im Griff, ob Haushalt, Garten, Heimwerken, Kinder, Freundeskreis, Hobbies und Freizeitaktivitäten. Alles perfekt unter einen Hut bringen, jedem gerecht werden und das mit scheinbarer Leichtigkeit.
Das ist reine Illusion und der sicherste Weg ins Burn-out. Alles gegeben, ausgebrannt, nichts geht mehr. Überlegt Euch eine Sache, die Euch wichtig ist, da könnt ihr mal versuchen so gut zu sein, wie ihr wollt. Dann ist auch gut. Alle anderen Dinge sind auch mal "in gut" gut, ohne perfekt sein zu müssen. Das meiste ist so schnelllebig, dass der Zustand von perfekt auch nur ein vorübergehender ist.

Überlegt Euch, ob das Bild von ständig Work und Life getrennt zu betrachten wirklich zielführend ist. Eine Balance zu halten kann ungemein anstrengend werden. Stellt Euch eine Schaukel vor, die ihr nur im Zustand der Balance halten wollt. Anstrengend. Wie fühlt es sich an, einfach mal zu schwingen und diesen Schwung locker mitzunehmen, von der einen Seite zur anderen. Da könnt ihr eure Energie viel natürlicher einsetzen und sie unterstützt euch auch noch.


Bleibe locker

So manch einer setzt sich mit seiner Arbeit unter Druck. Doch ständiger Druck staut die Energie in uns, erzeugt in uns Blockaden und führt zum Crash im Leib, in der Seele und im Geist.
Das hat etwas mit dem Drang zum Perfektionismus zu tun, doch auch damit sich mit Aufgaben zu übernehmen. Denke daran den wichtigen Dingen Raum zu geben und auch einmal Nein zu sagen.

Gute Leistungen und Kreativität entsteht nur, wenn du locker und ausgeruht bist.
Lockerheit ist allerdings auch eine Frage der inneren Einstellung. Es wird folglich schwer und schafft Druck, wenn Gedanken und innere Dialoge oft beginnen mit "Ich muss (noch) ...", "Ich sollte ...", "Es gehört sich ...", "Das steht mir nicht zu." oder ähnlichen Intentionen. Das steigt die Wahrscheinlichkeit, dass einen solche "unerledigte Aufgaben" in den Schlaf verfolgen. Man wacht morgens auf und fühlt sich schon wieder matt. Die wichtigen Schlafphasen sind gestört bzw. können nicht ihr hilfreiche Wirkung entfalten.
Die Grundidee dieser Webseiten, daher auch der Titel "Schlaf Dich nach oben", ging eben von der Kraft eines gesunden Schlafes aus. Ein äußerst unterschätztes Thema, dem wir uns an anderer Stelle noch ausführlich widmen.


Treffe Entscheidungen

Stelle dich schwierigen Situationen.
Schon die Formulierung "eine Situation ertragen" verdeutlicht, welche Last es ist. Daher ist es wichtig sich von dieser Last zu befreien, die dich ständig Energie kostet. Es ist erforderlich eine Ent-Scheidung zu treffen, sich von diesem Zustand zu scheiden. Dabei ist es egal ob es darum geht, einem Familien-mitglied oder einem Freund zu helfen oder negative Verhaltensweisen des Partners, Kollegen oder einer Gruppe zu tolerieren.
Treffe auch in deinem Interesse die notwendige Entscheidung und ergreife Maßnahmen!
Es gibt im Leben immer wieder Situationen die uns nicht gefallen und denen wir uns stellen müssen. Es ist die beste Entscheidung, diese zu bewältigen bevor sie noch schlimmer werden. Dazu gehört auch bewusst zu handeln, die Dinge zu analysieren und sich Zeit zu nehmen. Überstürztes Handeln sorgt ebenso wie Verzögern oder Ignorieren nur für mehr Stress und erschwert, eine Lösung für die Probleme zu finden.


Achte auf deine Gesundheit

Du bist nicht dein Körper. Dein Körper ist nur das "Gefäß", das dir gegeben ist. Er ist dein Tempel, in dem sich dein Geist aufhalten und entfalten kann. Dein Geist braucht diesen Körper, um seine Höchstleistung vollbringen zu können. Und du hast für die Dauer deines Lebens nur diesen einen.

Es ist daher sinnvoll, mehr für deine Gesundheit zu tun,
bevor es erforderlich ist, mehr für deine Gesundheit zu tun.

Zur Achtsamkeit sich selbst gegenüber gehört auch: Deine Gesundheit steht an erster Stelle!
Wenn dein Körper nicht funktioniert, kannst du nicht viel machen. Achte auf ihn und nimm dir die benötigten Ruhepausen. Bleibe dir gegenüber achtsam und du kannst seine Signale frühzeitig wahrnehmen.
Die beste Arbeit, viel Geld und Besitz nützen nichts, wenn die Gesundheit zu wünschen übrig lässt. Wir wissen heute so viel über Gesundheit und die ihre Auswirkungen. Daran kann es nicht liegen.
Was also macht es so wichtig, unseren Körper nicht zu pflegen?
Um mit Energie das Leben zu genießen, ist es notwendig, unserem Körper Zeit zu widmen. Dazu gehört es ihn regelmäßig zu reinigen, zu pflegen und zu meditieren. Auch eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und gesunder Schlaf (gerade darauf wird meist viel zu wenig geachtet), regelmäßige Arztbesuche und alles, was notwendig ist, um gesund zu bleiben, sollte nicht vergessen werden.


Akzeptiere

Es ist, wie es ist. Akzeptiere das.
Etwas zu akzeptieren ist keine Resignation. Es ist lediglich das Anerkennen eines aktuellen Zustandes. Nichts verbraucht nämlich so viel Energie, wie sich gegen eine Situation zu wehren und zu kämpfen, die erst einmal nicht verändert werden kann.
Es heißt doch immer "nichts ist unmöglich". Das "geht nicht, gibt's nicht" Credo der Erfolgreichen. "Die Hoffnung stirbt zuletzt." Dummerweise führt genau dieses Denken auch zielsicher ins Burn Out. Der Fokus ist auf einen Punkt gerichtet, die ganze Energie wird an dieser Stelle eingesetzt. Solange, bis alle Energie verbraucht ist, bis man ausgebrannt ist und sich immer noch nichts geändert hat.
Doch manchmal stellt uns das Leben vor Situationen, in denen wir erst einmal akzeptieren müssen, dass diese nicht verändert werden können. Akzeptieren bedeutet nicht aufhören etwas zu unternehmen. Es bedeutet lediglich, nicht sinn- und aussichtslos "gegen" etwas anzukämpfen, das nicht zu ändern oder zu erzwingen ist.
Indem wir akzeptieren, etwas nicht verändern zu können, eröffnen sich neue Möglichkeiten. Wir können unsere Haltung, unsere Einstellung demgegenüber verändern. Wir können uns erlauben, unseren Frieden damit zu schließen. Eine sehr kraftvolle Erfahrung übrigens. Wir können die bisherigen Pläne ändern und etwas Neues versuchen. Wir können ablassen und den Blick weiten, um andere Gelegenheiten zu suchen.
Akzeptieren verschafft uns neue Freiräume. Auch hier hat es etwas mit Flexibilität und Loslassen zu tun.


Verzeihe

Dies ist unsere stärkste Energiequelle. Wenn uns dies ehrlich und bedingungslos gelingt, bekommen wir Zugang zu einem schier unerschöpflichen Energiereservoir.
"Verzeihe und lass jene Situationen, die dir Schmerzen bereiten, los. Du kannst immer wählen, den Schmerz der Erinnerung zu überlassen.“ (Dalai Lama)
Den Zugang zu dieser größten Energiequelle erlangen wir über die universelle, bedingungslose Liebe und Verbindung zu Gott. Dieses Verzeihen haben wir von Geburt an, leider verlernen wir es im Verlaufe des Heranwachsens oft. Doch wir können es wieder lernen, wenn wir es uns erlauben gewohnte Denk- und Reaktionsmuster zu verlassen.
Oft stellt uns das Leben vor Situationen, die uns mit Zorn, Schmerz, Rachegefühlen und Angst erfüllen. Für die meisten Menschen eine "natürliche" Reaktion. Daher sind wir auch überzeugt, dass diese nur schwer zu überwinden sind. Wir können jedoch bewusst die Entscheidung treffen, diese Gefühle nicht zu nähren. (vgl. Die Weisheit der Lakota Indianer) Dann können wir auch beginnen zu verzeihen. Anfangs haben wir vielleicht noch das Gefühl, damit doch irgendetwas gar nicht genau Benennbares aufzugeben, etwas das doch irgendwie zu uns gehört, etwas das uns zusteht. Zuerst noch ungewohnt, wird auf einmal alles im Leben leichter sein. Und mit der Zeit werden wir uns bewusst, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Diese "alten" Gefühle Hass, Rache und Zorn bringen uns nichts Gutes. Sie zerfleischen und verzehren uns innerlich, lähmen uns und unsere Energie und führen nur zu schlechten Entscheidungen.


Alle diese Punkte bauen auf eine wichtige Grundvoraussetzung:

Übernimm die volle Verantwortung für dein Leben, im Denken, Fühlen und Handeln.

Weitere Gedanken dazu hier: Verantwortung fürs Leben